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Die Diskussion um mangelnde „Ausbildungsreife“ in Deutschland und England: historische Bezüge und aktuelle Ausgestaltung im Vergleich.

Laufzeit: 2014-2018

Aufgrund der in vielen Ländern anhaltenden hohen Jugendarbeitslosigkeit bei trotzdem oft vorhandenen Besetzungsschwierigkeiten offener Lehrstellen gibt es viele Diskussionen über die Ursachen der Problematik der School-to-Work Transition. Mangelnde „Reife“ oder „Readiness“ jugendlicher Schulabsolventen in Form von Wissen, Merkmale, Fähigkeiten und Fertigkeiten werden in England und Deutschland immer wieder als Begründung für die Nicht-Einstellung von Schulabsolventen benannt.

In Positionspapieren von deutschen wie englischen Arbeitgeberverbänden wird das „Klagelied vom schlechten Schüler“ gesungen und Handlungsaufforderungen an die (Bildungs-)Politik ausgesprochen. Auf der anderen Seite schreiben Gewerkschaften als Vertreter der Arbeitnehmer den Unternehmen die Verantwortung zu und führen schlechte Rahmenbedingungen im betrieblichen Teil der Ausbildung als Ursache auf.

Die Frage ist daher, ob das Argument der fehlenden „Reife“ und „Readiness“ interessenpolitisch genutzt wird und ob diese Diskurse in England und Deutschland  - trotz gegensätzlicher Ausbildungs- und Arbeitsmarktsysteme - Ähnlichkeiten aufweisen.

Bei dem Projekt handelt es sich um Dissertationsvorhaben.