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CodeVET: Kompetenzentwicklung in der Berufsbildung. Ein internationaler Vergleich zur Planung und Umsetzung von Unterricht in der kaufmännischen Berufsausbildung

Forschungsgruppe:

In Deutschland:

Prof. Dr. Matthias Pilz, Dr. Junmin Li, Pujun Chen, Universität zu Köln, Köln

Prof. Dr. Dietmar Frommberger, Anastasia Goncharova, Universität Osnabrück, Osnabrück

In China:

Prof. Dr. Weiping Shi, Yueru Lin, East China Normal University, Shanghai

Prof. Dr. Jun Li, Tongji University, Shanghai

In Russland:

Prof. Dr. Fedor Dudyrev, National Research University Higher School of Economics, Moskau

In der internationalen beruflichen Bildungsforschung liegen zunehmend Studien zu den Systemen und Strukturen beruflicher Bildung vor, wenig bekannt ist jedoch über die didaktische Gestaltung der Berufsbildung in Schule und Betrieb. In dem Projekt CodeVET wird daher der Stellenwert und die Ausprägung der Kompetenzorientierung in den Lehrplänen und im Unterricht der kaufmännischen Berufsausbildung in Russland und China vergleichend und mit Referenz zu Deutschland untersucht. Dieses Wissen mit Blick auf die Lehr-Lern-Prozesse schärft das Verständnis der beruflichen Bildung im internationalen Vergleich. Zugleich kann es der Erklärung unterschiedlicher Leistungsstände in der beruflichen Bildung dienen.

Eine wichtige Zielsetzung liegt in der Entwicklung und Anwendung einer Methodik zur Erfassung und zum Vergleich von Unterricht in der beruflichen Bildung. Die Erhebungen und Analysen erfolgen mit einem Methodenmix, wobei die Lehrpläne inhaltsanalytisch und die Unterrichtspraxis über vorstrukturierte Beobachtungsbögen untersucht werden. Ergänzend werden teilstrukturierte Experteninterviews durchgeführt.

Mit Russland und China werden zwei BRIC-Staaten für den Vergleich herangezogen, die jeweils einen regionalen Einfluss geltend machen können. Beide Länder unterhalten zudem mit Deutschland Berufsbildungskooperationen auf ministerieller Ebene. Der Vergleich mit Deutschland erschließt sich durch den weltweiten Vorbildcharakter des dualen Ausbildungssystems. Durch die enge Kooperation mit der Higher School of Economics in Moskau und den Shanghaier Universitäten, East China Normal University und Tongji University, wird ein authentischer Feldzugang in den Partnerländern ermöglicht – eine Voraussetzung zur Produktion verallgemeinerbarer Schlüsse. Die Ergebnisse, so ist zu erwarten, stellen eine wichtige Grundlage für Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung dualer Berufsbildung dar.

 

Das Projekt wird finanziell vom BMBF unterstützt.